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Von Hamburg nach Ruanda – Handball spielen für den guten Zweck

Im August stand für die 1. Herrenmannschaft des FC. St. Pauli Handball eine ganz besondere Reise an: Das Team ist für zwei Wochen ins afrikanische Ruanda gereist, um vor Ort Workshops mit Trainingseinheiten, Schulungen, Freundschaftsspielen und Besuchen zu organisieren. Wie es zu diesem Projekt kam, erzählt uns Team-Kapitän Arne Dohren im Interview.

 

Hallo Arne! Erzähl doch mal – wie kam es dazu, dass Ihr mit der Mannschaft nach Ruanda fliegt?

Vor einigen Jahren habe ich mit meinem Mitspieler und Freund Benjamin Legér für eine Woche das Handballprojekt PLAY HANDBALL ZA in Südafrika besucht und an unterschiedlichen Workshops und Trainingseinheiten teilgenommen. Dabei haben wir gespürt, dass unser Sport viel mehr als ein Hobby und intensiver Sport zweier Mannschaften sein kann. Handball kann begeistern und verbinden. Wir sind mit dem Gedanken nach Hause geflogen, dass wir ein ähnliches Projekt mit der Mannschaft besuchen wollen. Nach nun vier Jahren haben wir beschlossen, es zu probieren. 

Wir wollen also Spaß mit „Gutes tun“ verbinden und ein Zeichen setzen. Handball ist Handball – egal ob in Kigali oder auf St. Pauli – oder nicht? So ist die für uns einfache und naheliegende Idee geboren, aus St. Pauli mitten ins 6.466 km entfernte Herz des afrikanischen Kontinents, nach Ruanda, zu fliegen.  

 

Das Motto lautet „We’ll never play alone“. Was ist das Ziel der Reise und was genau habt Ihr vor Ort geplant?  

Das Ziel der Reise ist der Austausch – kultureller und menschlicher Austausch. Und das Setzen eines kleinen aber bestimmten Zeichens gegen Abgrenzung – für Offenheit, Toleranz und Völkerverständigung. Wir maßen uns keineswegs an, dass wir den Handball in Ruanda voranbringen. Wir haben auch schon gehört, dass wir „Entwicklungshilfe“ betreiben würden. Auf keinen Fall! Das können und wollen wir gar nicht. 

Wenn wir die Begeisterung, die in unserem Partnerverein Gorillas Handball Club entstanden ist, etwas unterstützen und mit ein paar neuen Handbällen, Trikots und Turnschuhen die Bedingungen verbessern können, freuen wir uns. Wir selber wollen erleben, wie Handball in Ruanda gespielt wird und mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommen. Des Weiteren soll diese erste Reise im Idealfall nur der Start einer langen Kooperation sein. Genau wissen, was uns erwartet, tun wir natürlich nicht – aber wir sind positiv gespannt. 

 

Die Projektwoche ist allerdings gut geplant. Während unserer Zeit in Kigali werden wir mindestens zwei Freundschaftsspiele absolvieren, das Training des Gorillas Handball Clubs auf St. Pauli-Tugenden prüfen, einige Schulen besuchen, das Training der Jugendteams begleiten, die neuesten Torhüter-Techniken austauschen, einen Workshop mit ruandischen Handball Nachwuchstrainern veranstalten und vieles mehr.

 

Das klingt nach sehr viel Organisation. Wie liefen denn die Vorbereitungen?

Das klingt nicht nur so, das ist auch so. Wir haben alles selbst geplant und organisiert. Von den Flügen, der Unterkunft und den Veranstaltungen vor Ort über die Spenden und die eigenen Trikots bis zu unserer Crowdfunding-Aktion. Dabei helfen uns Partner wie MEYLE natürlich enorm: Für unsere Mobilität in Ruanda sorgt zum Beispiel ein MEYLE-Kunde, der uns Fahrzeuge zur Verfügung stellt und bei der Koordination vor Ort hilft. Ohne diese Unterstützung könnten wir das Projekt nicht stemmen. Manchmal frage ich mich aber tatsächlich, was ich von Beruf bin – Lehrer oder doch eher Projektleiter beim FCSP Handball. Insgesamt sind wir sehr gut aufgestellt und freuen uns auf die Reise. 

 

 

Folgen Sie der MEYLE-Facebook- und -Instagram-Seite sowie dem Blog der Mannschaft, um zum Projekt auf dem Laufenden zu bleiben. 

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