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12.03.2020

MEYLE-Elektronik: Hochwertige Produkte, bessere Daten, weniger Reklamationen

Hamburg, 12. März 2020. Für moderne Fahrzeuge sind elektronische Assistenten geradezu unverzichtbar: Die Anzahl elektronischer Komponenten und Systeme nimmt stetig zu. Auch die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten und Systemen untereinander wird komplexer. Den drei Mega-Trends automatisiertes Fahren, Energieeffizienz und Digitalisierung von Fahrzeugen folgend, nimmt der Umfang von Assistenzsystemen, Komfortpaketen und elektronischen Systemen im Antriebs- und Abgasstrang stetig zu. Dies lässt die Anzahl von Sensoren und Steuergeräten ebenfalls weiter steigen. Nur eine reibungslose Kommunikation all dieser Fahrzeugkomponenten kann eine effiziente Funktionalität des Fahrzeugs sicherstellen. Die elektronischen Teile produzieren schon heute Unmengen von Daten, die alle richtig verarbeitet werden müssen. Im Zuge der rasant fortschreitenden Entwicklung der sogenannten Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) nimmt die Datenmenge perspektivisch zu. Dominik Overmann, Leiter Produktteam Elektronik bei MEYLE, liefert spannende Einblicke aus dem Entwicklungsteam des Hamburger Herstellers. 

MEYLE-Elektronik: Hochwertige Produkte, bessere Daten, weniger Reklamationen

Der Markt für Elektronikteile wächst. Wie macht sich das bei MEYLE bemerkbar? Und wie sieht Ihre Antwort auf die steigende Nachfrage aus?
Dominik Overmann:
Elektronische Teile sorgen seit Langem für die funktionale Sicherheit von Fahrzeugen. Auch der Trend, dass elektronische Systeme vermehrt für effizientere Antriebe sorgen, ist nicht neu und wird im Sinne nachhaltiger Mobilität stetig fortgesetzt. Seit einigen Jahren nimmt auch die Anzahl von Assistenz- und Sicherheitssystemen rasant zu. Ab 2022 werden 30 zusätzliche Assistenzsysteme in allen in der EU-zugelassenen Neufahrzeugen Pflicht, was den Anteil elektronischer Komponenten im Fahrzeug weiter wachsen lassen wird. Daher bauen wir bei MEYLE unser Elektronikportfolio seit einigen Jahren gezielt und stetig aus. In den letzten Jahren konnten wir rund 1.600 neue Elektronikteile auf den Markt bringen. Dies werden wir konsequent und beschleunigt fortsetzen und planen für dieses Jahr nahezu eine Verdoppelung unseres Portfolios. Allgemein greifen bei MEYLE Entwicklung, Kundenanfragen und Marktentwicklungen eng ineinander, um Werkstätten und Autofahrern ein adäquates Produktportfolio bieten zu können. Hier haben wir höchste Qualitätsansprüche.    

Für die Werkstätten ist nicht nur ein breites Produktportfolio wichtig, sondern auch die Identifikation der richtigen Teile. Welche Besonderheiten gibt es hier bei Elektronikteilen?
Dominik Overmann:
Ähnlich wie bei allen anderen Ersatzteilen ist bei Elektronikbauteilen zuerst einmal wichtig, dass das Produkt physisch passt. Konkret heißt das: Der Stecker muss der richtige sein und die Kabellänge muss ebenfalls passen. Zur Gewährleistung einer reibungslosen Funktion müssen zudem Sensorsignale, Widerstände, Spannung und Stromaufnahme den jeweiligen Spezifikationen entsprechen. Werden falsche Teile verbaut, kann es zu Fehlfunktionen kommen, die das Fahrzeug unter Umständen beschädigen können. Längere oder wiederholte Werkstattaufenthalte wären die Folge.

Welche Lösungen bietet MEYLE zur Verbesserung der Produkt- und Anwendungsdaten an, damit falsche Teile gar nicht erst verbaut werden?
Dominik Overmann:
Schon bei der Entwicklung neuer Produkte arbeiten Ingenieure und Anwendungsdaten-Manager bei uns Hand in Hand. Sind z. B. Sensoren hinsichtlich ihrer technischen Spezifikationen identisch und unterscheiden sich nur in der Farbe der Stecker, werden wir diese konsequent zusammenlegen. Um dies herauszufinden, bedarf es ausführlicher Tests und einer engen Zusammenarbeit im Team. Weitere Parameter, die es speziell bei Elektronikbauteilen zu beachten gilt, sind Ersetzungen von Originalteile-Nummern oder auch Abgrenzungen von Motorcodes. Um zu jeder Zeit eine einwandfreie Kommunikation zwischen den verschiedenen Bauteilen sicherzustellen, ist es essentiell, dass die richtigen Teile verbaut werden. Das sorgt für langfristig funktionierende Fahrzeuge und zufriedene Kunden.

MEYLE verspricht Werkstätten „bessere Daten“. Was genau ist damit gemeint? Wie stellt MEYLE sicher, dass die Qualität der Produktdaten so hoch wie möglich ist? 
Dominik Overmann:
Wir haben uns vor einiger Zeit bei MEYLE entschieden, dass Produkt-Management, Ingenieure und Anwendungsdaten-Manager in einem Team zusammenarbeiten, um neben einer hohen Qualität der Produkte auch eine höchstmögliche Qualität der Anwendungsdaten unserer Elektronikbauteile zu gewährleisten. Ebenfalls wurden Systeme entwickelt, die ein systemgestütztes Produktdatenmanagement ermöglichen, um die vollständige und eindeutige Zuordnung vom richtigen Elektronikbauteil zum passenden Fahrzeug herzustellen. So werden die Ersetzungsketten der Originalteile-Nummern regelmäßig überprüft, um Möglichkeiten zur Optimierung und/oder Konsolidierung unseres Portfolios frühzeitig zu erkennen. Zudem spielt hier auch unsere Herstellerkompetenz eine besondere Rolle: Unsere MEYLE-Ingenieure kennen nicht nur die Spezifikationen aus der Zusammenarbeit mit den eigenen Produktionsstätten, sondern definieren diese strengen Standards für alle Elektronikbauteile zu 100% nach OE-Spezifikation – und sogar darüber hinaus.    

Können Sie uns dafür Beispiele aus dem MEYLE-Portfolio nennen?
Dominik Overmann:
Verschiedene Abgastemperatur-Sensoren haben bei Konkurrenzprodukten bis zu drei verschiedene Produktnummern. MEYLE kann hier alles in einem Artikel vereinen, ohne dabei Abstriche bei den Spezifikationen zu machen. Dies bedeutet für unsere Kunden eine optimierte Lagerhaltung mit weniger Artikeln und höherer Umschlagshäufigkeit, wie gesagt ohne Abstriche bei der Qualität. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist unser neues MEYLE ABS Sensor-Reparatur-Kit. Hier konnten wir durch die Nähe zur Werkstatt eine Lösung entwickeln, die es Kunden erlaubt den Sensorring und den dazugehörigen ABS-Sensor zeit- und kostensparend zu tauschen – ohne dabei die Radnabe zu wechseln, sofern diese noch einwandfrei funktioniert. Mit dieser Komplett-Lösung ist MEYLE übrigens erster Hersteller auf dem Markt.

Zur Person: Dominik Overmann
Dominik Overmann leitet beim Hamburger Ersatzteilhersteller MEYLE AG das Produktteam Elektronik und verantwortet mit seinem Team das Produktmanagement sowie den strategischen Ausbau der Range an hochwertigen Elektronikteilen. Der 34-jährige Diplom-Ingenieur ist seit mehr als 3 Jahren für MEYLE tätig und war bereits zuvor für Hersteller und Akteure im Aftermarket aktiv. 
 

Mehr Informationen zu MEYLE-Elektronik und Sensorik erhalten Sie hier.

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